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Glaitner Hochjoch 2.389 m und Fleckner 2.331 m

Aufstieg von der Römerkehre am Jaufenpass über die Fleckner-Hütte

Samstag, 25. August 2007

Die Besteigung des Glaitner Hochjochs war eine Empfehlung unserer Wirtin und eine relativ leichte Tour. Es ist so etwas wie der Hausberg von St. Leonhard im Passeier. Den Berg konnten wir bereits von unserem Balkon aus erkennen. Heute hatte der Wettermann sonniges Wetter und super Fernsicht voraus gesagt. Beste Voraussetzung also für die Bergbesteigung.

Wir fuhren zunächst Richtung Jaufenpass bis zur Römerkehre und stellten dort auf dem großen Parkplatz unser Auto ab. Der Parkplatz lag bereits 2.000 m hoch. Wir liefen zunächst einem breiten Schotterweg bis zur Fleckner Hütte. Wir folgten weiter den Passeier Höhenweg. Recht bog ein schmaler Pfad zum 2.33.1m hohen Fleckner ab.
Einige Bauleute hatten mit der Räumung des Weges von einer Steinlawine zu tun, die sich wahrscheinlich durch die starken Regenfälle der vergangenen Tage gelöst hatte.
Der weitere Weg war gut zu gehen, immer leicht bergauf durch sattgrüne Almwiesen. Bereits jetzt bot sich ein herrlicher Blick ins Passeiertal und hinüber zum Jaufenpass. Der Weg wurde nun zunehmend steiler und schotteriger. Rechts oben konnten wir den Fleckner erkennen, der mit seinen spitzen Kegel in den Himmel ragte.

Unser Tagesziel, das Glaitner Hochjoch war noch nicht auszumachen. Dazu mussten wir noch eine weite Talsenke queren. Es war zwar ein schöner Weg, aber die lange Strecke irritierte uns etwas. Waren wir wirklich auf den richtigen Weg? Erst als wir das Steinmännchen am Glaitner Joch sahen, waren wir uns dann sicher.
Vom Joch aus war nun der schmale Pfad zum Gipfel zu erkennen. Er führte serpentinartig und sehr steil nach oben.

Wir hatten von dem Glaitner Hochjoch auf 2.389 m Höhe bei wolkenlosen Himmel eine traumhafte Aussicht in die Ötztaler, Stubaitaler und Sarntaler Alpen. Ich machte viele Fotos für eine 360°C Rundumsicht. Nach der Gipfelbucheintragung begannen wir mit den Rückweg zunächst bergab bis zum Joch und danach auf dem Jaufenkamm Urweg in Richtung Fleckner.
Der Weg gestaltete sich hier allerdings durch die vielen Steine etwas schwieriger. Es war ein ständiges Auf und Ab. Linkerhand sahen wir die Wumbisalm im Ratschingstal. Das angenehme Glockenbimmeln der Almrinder begleitete uns bis zu dem 2.331 m hohen Fleckner.

Die Aussicht war ebenso faszinierend wie vom Glaitner Hochjoch. Von hier aus konnten wir sogar die 3 Zinnen in den Dolomiten und die Stadt Sterzing erkennen. Natürlich haben wir uns auch hier ins Gipfelbuch eingetragen.

Den steilen Abstieg zur Fleckner-Hütte bewältigten wir ganz gut. Bei frischer Milch und Holundersaft genossen wir dort nochmals den herrlichen Ausblick ins Passeiertal.