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Kilimanjaro 5.895 m

Vorbemerkungen

Jambo Kibo

Jambo ist Suaheli und heißt soviel wie Guten Tag. Kibo wird dort der Kilimanjaro genannt. Da mir die beiden Wörter so gut gefielen, habe ich meinen Reisebericht damit betitelt.
Immer wieder werde ich von verschieden Personen gefragt, wie wir überhaupt auf diese Idee gekommen sind, diesen Berg zu erklimmen. Im Ergebnisheft des 24. Gutmuths-Rennsteiglaufs 1996 fand ich damals ein Reiseangebot zur Besteigung des Kilimanjaro. Damals faszinierte mich einfach der Gedanke, einmal auf den höchsten Berg in Afrika stehen zu können, bei deren Besteigung sämtliche Klimazonen, beginnend von der Savanne, den tropischen Regenwald, Steppenlandschaft, Wüste und letztendlich alpines Gletschergebiet durchwandert werden muß. Dieser Gedanke zur Verwirklichung einer solchen vielfältigen Reise ließ mich seit diesem Zeitpunkt nicht mehr los. Ich verfolgte sämtliche Reiseberichte im Fernsehen und in der Tageszeitung über Tansania, Kenia und eben diesen Berg. Außerdem suchte ich Informationen von Reiseanbietern und Privatpersonen, die diesen Berg bereits bestiegen haben, auch im Internet.
Man liest in der einschlägigen Literatur sehr viel von den Gefahren, die dieser Berg mit sich bringt. Das schlimmste Übel ist dabei wohl die drohende Höhenkrankheit ab etwa 4.000 Höhenmetern. Ansonsten ist der Kilimanjaro trotz seiner stolzen Höhe von knapp 6.000 Metern ohne weitere Spezialausrüstung zu besteigen. Eine entsprechende Kondition wird allerdings schon vorausgesetzt.
Diese Unternehmung zur Besteigung dieses unbekannten Riesen wollte ich keinesfalls allein durchführen. Deshalb war ich froh, dass ich in Ulrich Benndorf einen idealen Partner für diese Reise fand. Seit Anfang 1998 beschäftigten wir uns intensiv mit den verschiedensten Reiseanbietern. Letztendlich entschlossen wir uns, an der Vereinsreise des GutsMuths-Rennsteiglaufvereins teilzunehmen.
Während der umfangreichen Vorbereitungen haben wir eine Checkliste erarbeitet, die sich auf verschiedener Literatur aufbaute und sich bei der Reise sehr bewährt hatte. Zu unserer eigenen Sicherheit haben wir noch zahlreiche Impfungen über uns ergehen lassen. Allerdings ist bei der Einreise nach Tansania nur Gelbfieber Pflicht. Das wurde auch am Flughafen kontrolliert. Wir haben uns noch zusätzlich gegen Hepatitis A und B, Malaria, Polio und Tetanus abgesichert. Wir waren also sehr gut vorbereitet. Es konnte die Reise beginnen.
Die Besteigung gliedert sich in 6 Tagesetappen, einschließlich eines Akklimatisierungstages.
Die Teilnehmerliste umfasste 14 Personen ausschließlich aus den neuen Bundesländern im Alter zwischen 17 und 68 Jahren, darunter auch 3 Frauen.
Die Anreise erfolgte vom winterlichen Flughafen Frankurt/Main mit Ethiopian Airlines nach Kilimanjaro Airport mit Zwischenlandungen in Athen, Kairo und Addis Abeba.
Kurz vor der Landung in Kilimanjaro Airport bei ca. 35 °C konnten wir das erste Mal den schneebedeckten Kibo in seiner vollen Pracht über den Wolken sehen.
Bereits auf der Fahrt ins Hotel bekamen wir einen ersten Eindruck von Tansania. Linksverkehr, viele Menschen an den Straßenrändern in sehr bescheidenen Verhältnissen, lachende Einheimische in völlig überfüllten Bussen und LKWs, zahllose Straßenhändler, Ziegen- und Rinderheerden auf der Straße, Menschen in teilweise sehr farbenfroher Kleidung und eine wunderbare Vegetation.
Nach dem Abendessen erhielten wir eine ausführliche Einweisung über das, was uns in den nächsten Tagen erwarten wird. Auch der Kibo zeigte sich schon einmal in der Abenddämmerung.