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Kilimanjaro 5.985 m

Aufstieg zu den Mandara-Hütten

Sonntag, 29. November 1998

Am frühen Morgen begann die Abfahrt zum Gate. Etwa 50 Km waren zurückzulegen. Wir waren kurz vor 10 Uhr am Gate. 36 Träger, Köche und Guids haben uns dort bereits erwartet. Wir haben uns mit einigen dieser Männer in englischer Sprache kurz bekannt gemacht. Ernest hieß der Mann, der meinen ca. 20 kg schweren Rucksack an den nächsten 6 Tagen tragen wird. Danach erfolgte die Registrierung unserer Gruppe mit Name, Anschrift und Paßnummer. Das Gate lag in 1920 m Höhe und bis zum Gipfel waren fast 4000 Höhenmeter zu bewältigen. Wir gingen zunächst einen gut begehbaren, ständig ansteigenden Weg durch den Regenwald, der mich durch die ungeheure Vielfalt und Größe der Pflanzen fasziniert hat. Auch einige Blauaffen sahen wir auf den Bäumen am Wegesrand. Der Weg wurde immer schmaler, aber er war noch gut begehbar. Der Regenwald zeigte sich ständig von einer anderen Seite. Es war sehr warm. Ab und zu regnete es ein wenig. Wir haben das jedoch als angenehme Erfrischung empfunden. An der alten Holzbrücke machten wir das erste Mal Rast. Die Brücke existierte nicht mehr. Sie wurde gerade erneuert. Deshalb war auch der Weg, der parallel durch den Urwald verlief, gesperrt. Im weiteren Wegverlauf trafen wir noch Arbeiter, welche mühsam mit großen Buschmessern Äste von Bäumen schlugen und diese für den Wegebau nutzten. Zur Bodenbearbeitung wurden lediglich einfache Hacken verwandt. Um 14 Uhr erreichten wir die Mandara-Hütten in 2727 m Höhe. Wir bezogen dort eine 4-Mann-Hütte. Es waren eine Art Finnhütten mit den typischen langgezogenen Dächern, die vor einigen Jahren von Norwegern hier aufgestellt wurden. Nach einer Pause wurde noch eine kleine Wanderung zum 15 Minuten entfernten Maundi-Krater unternommen. Der Weg war teilweise stark mit Wurzeln bedeckt und durch die Regenfälle der letzten Stunden ziemlich rutschig. Den Maundi-Krater konnten wir am Kraterrand in wenigen Minuten umwandern. Wir genossen dort einen schönen Ausblick in die Umgebung. Unsere Guids zeigten uns schon mal den Weg, welchen wir am darauffolgenden Tag gehen würden.