Ruderhofspitze
Aufstieg über Franz-Senn-Hütte
Mittwoch, 8. August 2006
Der Tag begann ziemlich ruhig. Um 13.00 Uhr verabredete sich unser 8-köpfiges Bergsteigerteam zum Start zur Franz-Senn-Hütte auf 2.149 m Höhe. Die Hütte war das Basislager für unsere Gipfeltour am Donnerstag. An diesem Vormittag wurden von allem noch die letzten Vorbereitungen für die bevorstehende Tour erledigt.
Wir erfuhren im Bergbüro, dass es oberhalb von 2.700 m in der letzten nacht wieder reichlich Neuschnee gegeben hat. Zur Stärkung fuhren wir erst einmal in den Gasthof „Alt Bärnbad“, einer urigen Lokalität im Oberbergtal. Gegen 15.00 Uhr setzten wir dann die Fahrt durch das Oberbergtal fort. An der Oberisshütte auf 1.746 m Hütte stellten wir unsere Autos auf einen Parkplatz ab.
Von der Oberisshütte führte zunächst ein Schotterweg und danach ein schmaler serpentinartig angelegter Pfad durch den Wald nach oben. Unterwegs begegneten uns einige Ziegen, die an der üppig wachsenden Flora knapperten und sich von uns nicht aus der Ruhe bringen ließen. Insgesamt war der Aufstieg zur Franz-Senn-Hütte mit 1 ½ Stunden Gehzeit angegeben. Wir ließen uns genügend Zeit und genossen die schöne Landschaft.
Auf etwa 2.000 m Höhe passierten wir die etwas abseits gelegene Alpeinerhütte. Der Weg dorthin verlief über sumpfiges Gelände, dass teilweise mit Brettern und Bohlen überbrückt wurde. Von der Alpeinerhütte war es nun nicht mehr weit bis zu unserem Tagesziel. Die Franz-Senn-Hütte konnten wir bereits erkennen.
Die letzten Höhenmeter ging es nun entlang des Alpeinerbaches und einigen Wasserfällen steil bergauf.
Die Hütte erreichten wir gegen 17.00 Uhr. Uns wurden zwei 4-Bett-Zimmer zugewiesen, dessen Komfort wir hier oben nicht erwartet hätten. Die Hütte machte insgesamt einen sehr sauberen Eindruck. Sogar Duschen standen für uns bereit.
Am Abend trafen wir uns mit unserem Bergführer Paul, den wir bereits am Montag im Büro kennen gelernt hatten.
Uli fragte ihn, ob es nicht noch eine leichtere Tour als die Ruderhofspitze gebe. Er hatte Befürchtungen, dass er und Christa die Tour aufgrund der widrigen Verhältnisse nicht meistern könne. Paul schlug darauf die Tour zur Sommerwandspitze vor, die etwa 300 m niedriger liegt und etwas kürzer zu gehen ist.
Nach eingehender Diskussion wurde entschieden, dass Olaf und ich wie ursprünglich geplant mit Paul auf die Ruderhofspitze (3.474 m) und der große Rest Jonathan (erstmalig in den hohen Bergen), Christel, Claudia, Irmtrud, Günter und Ulrich mit Reinhard auf die Vordere Sommerwand (3.122 m) gehen.
Am weiteren Abend testete ich schon mal den Weg in Richtung Gletscher bis zum Höllenrachen.
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