Transalp Kufstein - Venedig

Vorbemerkungen

 

Meine 3. Alpenüberquerung mit dem Mountainbike war lange und bis auf das I-Tüpfelchen geplant. Die ersten Vorbereitungen begann ich bereits im Herbst 2007. Ich wollte nichts dem Zufall überlassen. Ich habe mehrere Tourvarianten durchgespielt, mich mit aller möglichen Lektüre beschäftigt und dann für die Route von Kufstein bis an die Adria-Küste nach Venedig entschieden. Ich wollte vor allem die Dolomiten etwas näher kennen lernen.

Die Tour war darüber hinaus mit zahllosen Highlights gespickt: Kufstein an der Inn, Hochbrixen bei Söll, das Stangenjoch an der Grenze zum Salzburger Land, die Krimmler Wasserfälle, der sich anschließende Krimmler Tauernpass zur Überquerung des Alpenhauptkammes auf 2.633m, der Panoramaweg am Kronplatz, das sanfte Rauhtal zur Pederü-Hütte, das wildromantische Fanes-Tal in den Dolmiten, die imposante Landschaft bei Cortina d´ Ampezzo, die über 2.000m hohen Berghütten Cinque Torri und Averau, der traumhafte Aussichtsberg Monte Fertazzo, der Lago die Santa Croce, die lieblichen Weinlandschaften an der Piane und letztendlich das blaue Meer der Adria mit der Lagunenstadt Venedig.

Abwechslungsreicher und interessanter kann eine solche Tour wohl kaum sein. 470 km und knapp 9.000 Höhenmeter nach oben und natürlich wieder nach unten standen auf dem Programm. Trainiert hatte ich im Thüringer Holzland mehrfach bergauf und bergab. Ich fühlte mich konditionell besonders nach dem Bergurlaub in Südtirol, der auch noch etwas Höhentraining mit sich brachte, sehr gut.

Ich hatte für die Unternehmung 8 Tage Zeit. Einen halben Tag hatte ich als kleinen Puffer für unvorhergesehene Dinge wie Gewitter, Pannen, Stürze, etc. einkalkuliert. Die Unterkünfte hatte ich bis auf die letzte Übernachtung an der Adria ebenfalls wie die Bahnfahrkarten im Vorfeld gebucht. Der Rucksack war gepackt. 9,5 kg sind zwar zu Beginn ein bisschen viel, aber es wird jeden Tag etwas weniger. Jetzt musste nur noch das Wetter passen. Es konnte losgehen.