40. Geraer Silvesterlauf
Schwere Bedingungen zum JubiläumslaufDonnerstag, 31. Dezember 2009Das Wetter ist heute extrem schlecht. Es nieselt bei etwa Null Grad. Zudem ist der Boden extrem glatt. Deshalb wurde auch die Strecke vom Veranstalter meist auf die Straße verlegt. Ich nehme meine Startunterlagen im orangefarbenen Beutel in Empfang. Ich hatte die Startnummer 169. 17 km standen mir heute bevor. Ansonsten sind es 20. Ich habe noch etwa eine halbe Stunde Zeit für Vorbereitungen und begrüße so manch bekanntes Gesicht.
15 Minuten später als geplant läuft der Countdown zum Start. Ich laufe ziemlich weit vorn im Startfeld und finde auch recht schnell mein Tempo. Nach der Untermhäuser Brücke sind die ersten glatten Stellen zu spüren. Die Streckenposten machen uns darauf auf merksam. Ich laufe vorsichtig. Ich will nicht unbedingt am letzten Tag des Jahres mit einem Sturz enden. Die Strecke führt auf Asphalt die Straße hinauf zum Schloss Osterstein und weiter über den Jagdhof zum Wasserturm. Hier oben hat sich das Läuferfeld positioniert. Nach der 2,5 km langen Bergauf-Startphase gibt es kaum noch Überholmanöver. Etwa 18 Minuten habe ich bis hier hinauf benötigt.
Der Weg führt nun über einen vereisten Feldweg, der nur am Rand einigermaßen passiert werden kann. Dies ist eine recht schlammige und kräftezehrende Angelegenheit. Am Wohngebiet Scheibe geht es steil bergab. Hier ist ausreichend gestreut, so dass ich relativ gefahrlos den Berg hinab laufen kann. Am Ernseer Berg war es auf der Asphaltstraße wieder ziemlich glatt, so dass auf die angrenzende Wiese ausgewichen werden muss. Meine Kondition war auf den ersten Kilometern nicht die Beste, aber ich versuche locker weiterzulaufen. An der Kalten Eiche stoppe ich eine Zeit von 38 Minuten. Ich habe dafür kein Gefühl, ob dies gut oder schlecht ist. Hier oben ist es sehr neblig und der leichte Nieselregen ist immer noch zu spüren. Nach etwa 1-2 weiteren Kilometern ist der erste Verpflegungspunkt in Sicht. Hier überholt mich der erste Läufer von der 11 km-Strecke. Dieses Läuferfeld ist 15 Minuten später gestartet. Ich stoppe hier knapp 47 Minuten.
Der Wasserturm ist etwa die Hälfte der Strecke. Die zweite Runde läuft für mich deutlich besser. Ich fühle mich gut und überholte so manchen Läufer. Das Feld war jetzt auch durch die 11 km-Läufer gemischt. Ich kenne jetzt die besonders glatten Stellen und kann ansonsten recht zügig laufen. Ich laufe streckenweise mit einem Läufer, der den Lauf in kurzen Hosen absolvierte. Dies ist doch etwas sehr mutig. Bei der wiederholten Passage der Kalten Eiche stoppe ich 1:09 h und an der zweiten Verpfegungsstelle am Wasserturm 1:18 h. Nach einem rasanten Bergablauf und einem schnellen Endspurt erreiche ich eine Zeit von insgesamt 1:30:47 h. Ich bin mit mir ganz zufrieden und glücklich, dass ich den Lauf bei den schwierigen Bedingungen ohne Sturz überstanden hatte.
Weitere Infos zum Silvesterlauf: www.1-sv-gera.de
|
|
